Heilfasten

“Sei mäßig in allem, atme reine Luft, treibe täglich Hautpflege und Körperübung, halte den Kopf kalt, die Füße warm, und heile ein kleines Weh eher durch Fasten als durch Arznei.”

Hippokrates von Kos (460-375 v. Chr.)

Heilfasten bewirkt eine Reinigung und Entschlackung des gesamten Körpers.
Während der Zeit der Nahrungskarenz werden übermäßige Reserven und aufgestaute, krankmachende Stoffwechselprodukte abgebaut und ausgeschieden. Damit wird der überlastete Stoffwechsel entlastet.
Weiterhin kommt es zu einer Normalisierung der Verdauungssaftproduktion. Das heißt, der Säuregehalt des Magensaftes nimmt ab, die Gallenblase entleert sich und sondert Gries und Steine ab. Durch die Förderung der Ausscheidung werden vermehrt Salz, Harnsäure und Cholesterin aus dem Gewebe ausgeleitet.
Die Gewichtsabnahme ist aus der Sicht der Naturheilkunde lediglich ein positiver Nebeneffekt. Jedoch kann eine Fastenkur gut zu Beginn einer natürlichen Gewichtsreduzierung durchgeführt werden.

Durchführung
Freiwilliges Fasten beinhaltet den Verzicht auf Nahrungs- und Genussmittel für eine bestimmte Zeit. Diese kann etwa 5 Tage bis einige Wochen betragen. Während dieser Zeit erfolgt eine reichliche Flüssigkeitszufuhr (in Form von Wasser oder Tee) und regelmäßige Ableitung über den Darm.
Je nach individuellem Bedarf können verschiedene Heilteemischungen während dieser Zeit getrunken werden.
Heilfasten sollte möglichst in einen Zeitraum gelegt werden, in dem Ruhe und Zeit für sich selbst genügend zur Verfügung stehen. Wichtig ist auch regelmäßige Bewegung während der Fastenzeit, um dem Abbau der Muskeln vorzubeugen und den Stoffwechsel zu aktivieren.
Eine sanftere Methode des Fastens stellt das Saftfasten dar.

Saftfasten
Hierbei kann die Flüssigkeit zum Teil durch verschiedene Obst- und Gemüsesäfte ersetzt werden. Vorteil ist hierbei die geringere Belastung des Körpers und damit ein leichterer Einstieg in die Fastentage.

Empfohlene Anwendungsgebiete:

  • Fettstoffwechselstörung, Gicht, Verdauungsstörung, Darmerkrankungen
  • Hauterkrankungen, wie Neurodermitis, Ekzeme, Schuppenflechte
  • Herz- Kreislauf- und Gefäßerkrankungen
  • Allergien
  • chronische Erschöpfungszustände

Unterstützungsmöglichkeiten:

  • Ohrakupunktur
    Unterstützend können regelmäßige Ohrakupunktur oder Dauernadeln gegen z.B. Heißhungerattacken und Schwächezustände wirken.
    Auch haben sich Dauernadeln zu Beginn des Fastens bewährt.
  • Hypnose
    In leichter bis mittlerer Hypnose kann die eigene Motivation verstärkt und so über Fastenkrisen hinweggeholfen werden.
  • Fasten in der Gruppe
    Aus meiner Sicht ist das “Mitfasten” eines Freundes, Familienmitgliedes oder in einer Gruppe eine der besten Unterstützungen.

Alternativen
Wem Fasten überhaupt nicht liegt, wer aber auch nicht auf die positiven Effekte verzichten will, dem empfehle ich eine entgiftende und entschlackende Heilteekur.
Diese kann neben dem normalen Tagesablaufes durchgeführt werden. Sie stellt praktisch die geringste Einschränkung des Alltags dar.
Die Wirkung wird durch verschiedene Heiltees und zusätzliche, pflanzliche Wirkstoffe erreicht. Diese werden je nach Bedarf individuell zusammengestellt.